Das Arbeitsinspektorat, „die größte gesetzlich beauftragte Organisation zur Bekämpfung von Defiziten im Sicherheits- und Gesundheitsschutz bei der Arbeit in Österreich“ (Webseite Arbeitsinspektion, 26.03.2018), wurde in den letzten Jahren in der medialen Öffentlichkeit immer wieder scharf kritisiert. Eine aktuelle vom ISW durchgeführte Studie zeigt aber, dass die betrieblichen Experten des Arbeitnehmerschutzes, die Betriebsräte/-innen und die Sicherheitsvertrauenspersonen ein positives Bild von der konkreten Tätigkeit des Arbeitsinspektorats haben und die Institution als unabdingbar angesehen wird.



Jeweils etwa drei Viertel der Befragten hatten die Einstellung, dass die Kontrollen des Arbeitsinspektorats das Sicherheitsbewusstsein im Betrieb stärken. Jeweils mehr als drei Viertel äußerten zudem die Ansicht, dass die Kontrollen zur besseren Einhaltung der Arbeitszeitregeln beitragen. Dagegen war nur weniger als ein Zehntel der Betriebsratsvorsitzenden und weniger als ein Fünftel der Sicherheitsvertrauenspersonen der Meinung, dass die Kontrollen überzogen seien.

Der Slogan „Beraten statt strafen“ fand unter den Befragten insgesamt betrachtet keine Unterstützung: Strafen werden im Sinn einer abschreckenden Wirkung als notwendig angesehen. Allerdings wünschten sich sowohl Betriebsratsvorsitzende als auch Sicherheitsvertrauenspersonen eine bessere Einbindung in die Kontrollen des Arbeitsinspektorats.

Zum Forschungsbericht - Das Arbeitsinspektorat aus Sicht des betrieblichen ArbeitnehmerInnenschutzes
Zum Forschungsbericht - Umsetzung und Wirkung der Evaluierung psychischer Belastungen aus der Sicht von Betriebsratsvorsitzenden und Sicherheitsvertrauenspersonen