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WISO Schwerpunktausgabe 3/2008: "Verteilungsgerechtigkeit"



Durch die weltweite Finanzkrise gewinnt das Thema Verteilungsgerechtigkeit zusätzliche Bedeutung. Über Jahrzehnte wurde unter dem Schlagwort „Mehr Privat – weniger Staat“ eine Politik forciert, die den Abbau des Sozialstaates und die stärkere Bindung des Einzelnen an den Markt zum Programm erhoben hatte.

Angesichts der weltweiten Finanzkrise wird das Thema Verteilungsgerechtigkeit noch brisanter. Die Etablierung eines finanzmarktgetriebenen Kapitalismus hat wesentlich dazu beigetragen, dass die Ungleichverteilung des gesellschaftlichen Reichtums zunimmt. Genau damit beschäftigt sich die aktuelle WISO-Schwerpunktausgabe.


Die soziale Situation der Arbeitnehmer/-innen hat sich national und global zunehmend verschlechtert. Der Anteil der Arbeitnehmer/-innen am erarbeiteten Wohlstand wird zunehmend geringer, wie an der sinkenden Lohnquote deutlich ablesbar ist. Aber auch innerhalb der unselbstständig Beschäftigten geht die Schere weiter auseinander – Stichwort Managergehälter.


Die ungleiche Verteilung der Vermögen ist noch weit größer als jene der Einkommen. Bei der Verteilung des Vermögens gibt es so gut wie keine Mittelschicht. Die starke Konzentration der Vermögen führt auch zu einer Gefährdung der demokratischen Mechanismen.

In der WISO-Schwerpunktausgabe zeigen namhafte Autoren/-innen, neben einem Problemaufriss, auch Lösungsansätze zu mehr Verteilungsgerechtigkeit auf.

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