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| Neue ISW-Studie: "Zeitarbeit - eine ganz normale Arbeit?" |
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Zeitarbeit ist keine „ganz normale Arbeit“ wie immer wieder in der öffentlichen Diskussion zu hören ist, sondern diese Beschäftigungsform ist weiterhin durch ein hohes Maß an Unsicherheit geprägt. Aus diesem Grund orientiert sich die überwiegende Mehrheit der Zeitarbeitnehmer/-innen auf eine Übernahme in das Stammpersonal, auch wenn die Chancen dafür als gering eingeschätzt werden. Die neue Untersuchung des ISW zeigt auch die große Bedeutung von Betriebsräten in der modernen Arbeitswelt: In Zeitarbeitsfirmen mit Betriebsrat stellt sich die Situation der Arbeitnehmer/-innen deutlich verbessert dar. Arbeitnehmer/-innen von Arbeitskräfteüberlassern mit Betriebsrat berichten deutlich weniger häufig von Unstimmigkeiten bei der Lohnabrechnung oder Kündigungsdruck bei Krankenstand als jene, die in Firmen ohne betriebliche Interessensvertretung arbeiten. Aber auch der Betriebsrat des Beschäftigerbetriebs kann einen positiven Einfluss auf die Arbeitsbedingungen von Zeitarbeitnehmer/-innen (Gleichbehandlung im Arbeitsalltag, Umgangsformen,…) nehmen und potentielle negative Begleiterscheinungen, wie etwa Konkurrenzsituationen mit dem Stammpersonal, entschärfen.
Zeitarbeit ist insbesondere für un-/ und angelernte Arbeiter/-innen, eine Beschäftigungsform mit einem beträchtlichem Prekaritätspotential. Annähernd die Hälfte aus dieser Gruppe gibt an, innerhalb der letzten zwölf Monate zumindest einmal arbeitslos gewesen zu sein. Insgesamt gibt die Hälfte aller Zeitarbeiter/-innen an, weniger als Stammbeschäftigte des gleichen Tätigkeitsbereichs zu verdienen.
Die Studienergebnisse werden im Detail in der WISO-Ausgabe 04/2010 publiziert.
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