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WISO Schwerpunktausgabe 3/2006: Die Europäische Union und die Interessen der Arbeitnehmer/-innen
Die Europäische Union hat beim EU-Gipfel in Lissabon den Bürgerinnen und Bürgern versprochen, Europa bis 2010 zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten Wirtschaftsraum der Welt zu machen. Es sollten mehr und bessere Arbeitsplätze geschaffen werden und der soziale Zusammenhalt gestärkt werden. Die Halbzeitbilanz sieht nicht erfolgversprechend aus. Zum Ziel der Vollbeschäftigung fehlen nach wie vor etwa 20 Millionen Arbeitsplätze und die Arbeitnehmer/-innen haben das Gefühl, dass der globale Wettbewerb auf ihren Rücken ausgetragen wird. Sozialleistungen oder ein entwickelter Sozialstaat werden zunehmend nur mehr als Kostenfaktor gesehen. Dass diese Sichtweise falsch ist, zeigen die skandinavischen Länder, die weltweit zu den erfolgreichsten Ländern zählen und dies nicht trotz sondern wegen ihres hochentwickelten Sozialstaates. Derzeit kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass Europa seine Probleme nach dem amerikanischen Vorbild zu lösen versucht. Das Europäische Sozialmodell, das auf eine hohe Absicherung der Risken des Lebens abzielt, kommt zunehmend unter Druck. In der diesjährigen Schwerpunktausgabe der Zeitschrift „WISO“ zum Thema „Die Europäische Union und die Interessen der Arbeitenehmer/-innen“ zeigen namhafte Autor/-innen Alternativen, wie die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der EU besser berücksichtigt werden können. Was auch zu einer höheren Akzeptanz der Europäischen Union beitragen würde. |
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