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ISW-Veranstaltung am 28.10.2003 "Können wir uns den Sozialstaat noch leisten?"

Zusammenfassung

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Zusammenfassung

Diese Frage beschäftigte die gut über hundert Veranstaltungsteilnehmer aus dem In- und Ausland, die Fritz Freyschlag (Präsident des ISW) am 28. Oktober 2003 begrüßen durfte. In seinem Resümee zog AK-Präsident Johann Kalliauer den Schluss: "Ja, wir können uns den Sozialstaat sehr wohl leisten, wenn wir wollen." Es handelt sich hierbei nicht ausschließlich um eine Finanzierungsfrage, sondern in erster Linie um eine Verteilungsfrage: "Wer zahlt welchen Anteil daran?"



Laut Hedva Sarfati - Beraterin der internationalen Vereinigung für Soziale Sicherheit (ISSA) und ISSA Projektleiterin in Genf - bildet ein hohes Beschäftigungsniveau die beste Voraussetzung zur Absicherung des Sozialstaates. Auch zeigen ihre internationalen Vergleiche, dass vor allem in Ländern, in denen eine breite Debatte zwischen Politikern, Sozialpartnern und Experten stattfand, die besten Erfolge erzielt werden konnten.

Kurzfassung   Folien



Peter Auer -  Leiter, Beschäftigungsanalyse und -forschung, Abt. für Beschäftigungsstrategie, Internationale Arbeitsorganisation (ILO) in Genf - präsentierte uns das erstaunliche Forschungsergebnis, dass die subjektiv empfundene Arbeitsplatzsicherheit kaum mit der tatsächlichen Dauer der Beschäftigungsverhältnisse in Zusammenhang steht. Flexibilisierung ist für die Arbeitnehmer vor allem dann gut zu bewältigen, wenn gleichzeitig ein hohes Maß an Sozialschutz vorhanden ist.

Kurzfassung   Folien



Giuliano Bonoli - Universität Fribourg und Bern - führte aus, dass unsere Pensionssysteme auf den Systemen der Nachkriegsjahre gründen. Ein wesentlicher Unterschied zu damals ist (unter anderem) die hohe Anzahl atypischer Beschäftigungsformen. Sozialversicherungssysteme sind besser dafür geeignet, auf diese neue Entwicklung zu reagieren. Bei Mehrsäulenmodellen gestaltet sich diese Anpassung hingegen als äußerst aufwendig und kostenintensiv.

Kurzfassung   Folien



Nach einer regen Podiums- und Publikumsdiskussion verwies AK-Präsident Johann Kalliauer darauf, dass einzelne Schritte zwar zu begrüßen, aber nicht des Rätsels Lösung sind. Vielmehr bedarf es eines aufeinander abgestimmten Bündels von Maßnahmen. Gerade in der Vielschichtigkeit der Heransgehensweise, die sowohl wirtschafts- wie sozialpolitische Anliegen berücksichtigt, liegt eine Chance, die wir in Österreich, aber auch in Europa nützen müssen.



Bildergalerie

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Letzte Aktualisierung am 17.10.2007