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Pensionsreformen bringen keine Verbesserung für Arbeitnehmer - Weltbankbericht bestätigt die Kritik der Gewerkschaften an der Privatisierung von Pensionen
Von der Weltbank mitinitiierte und mitgestaltete Pensionsreformen in 11
Ländern Lateinamerikas haben ihre zentralen Ziele in zwei Schlüsselbereichen
nicht erreicht:
- Sie haben den Beitrag des öffentlichen Pensionssystems (erste Säule) zur
Reduzierung der Armut unterschätzt. Der Abbau dieser Säule zugunsten einer
obligatorischen privaten, kapitalgedeckten zweiten Säule hat daher nicht zur
Reduktion der Armut beigetragen.
- Es ist nicht gelungen, den Anteil der Bevölkerung im Pensionssystem zu
steigern - nach wie vor sind mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer in
Lateinamerika von einer Sicherung im Alter ausgeschlossen.
Mittlerweile leitet die Weltbank aus diesen Erfahrungen folgende Empfehlungen
ab und bestätigt damit, dass diese Reformen unerwünschte Nebenwirkungen hatten:
- Länder, die noch keine Privatisierung ihres Pensionssystems vorgenommen
haben (Brasilien), sollen im Rahmen des Pensionssystems eine robuste
(öffentliche) erste Säule aufbauen.
- Länder mit bereits privatisierten Systemen sollen die Pensionsfonds
wirksamer regulieren, um die exorbitanten Gebühren und Administrationskosten
zu reduzieren.
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