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WISO-Schwerpunkt: Corporate Governance - Freiwillige Selbstverpflichtung von Unternehmen ist zu wenig
Durch Bilanzskandale und Firmenzusammenbrüche hat das Vertrauen der Anleger in die Kapitalmärkte stark gelitten. Corporate Governance Regeln für die Führung und Kontrolle von Unternehmen sollen verloren gegangenes Vertrauen der Anleger in die Kapitalmärkte wieder stärken. So wurden in vielen Ländern - auch in Österreich - und auf internationaler Ebene - in der OECD - Corporate Governance Kodizes ausgearbeitet. Diesen Kodizes ist gemeinsam, dass sie auf freiwilliger Basis funktionieren. Diese Freiwilligkeit stößt bei den Stakeholdern wie Arbeitnehmern, Gewerkschaften, Konsumenten, Kleinaktionären auf große Skepsis. Mehr Kontrolle und höhere Transparenz für die Unternehmen werden zwar grundsätzlich begrüßt, Freiwilligkeit reicht jedoch nach den bisherigen Erfahrungen nicht aus, um die Einhaltung dieser Regeln sicherzustellen. Gesetzliche und kollektivvertragliche Arbeitnehmerrechte wie die Mitbestimmung werden in diesen Kodizes kaum bzw. aus der Sicht der Arbeitnehmer nicht ausreichend angesprochen. In der OECD werden diese Fragen zur Zeit in der Revision der - allerdings auch freiwilligen - Corporate Governance Principles verhandelt. Die Entscheidung fällt voraussichtlich im Mai 2004. (Wir werden Sie darüber informieren). In der Ausgabe 1/2004 des WISO befassen sich drei Artikel mit den Entwicklungen und Erfahrungen der Corporate Governance:
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