ISW Linz , 07.06.04
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Weltbank_Pensionssystem


Weltbank kritisiert das österreichische Pensionssystem - Der Vergleich hinkt: Die Kosten und Leistungen der Pensionssysteme sind sehr unterschiedlich

Im Rahmen eines Pensionssymposiums in Paris hat Robert Holzmann, Weltbankdirektor für Sozialschutz, das österreichische Pensionssystem als zu teuer kritisiert und als Hindernis für die österreichische Wettbewerbsfähigkeit bezeichnet.

Hier werden allerdings Äpfel mit Birnen verglichen.

Das österreichische Pensionssystem gehört wie die meisten europäischen Systeme zum sogenannten Bismarck-Typ, bei dem Pensionen stark an den Erwerbseinkommen orientiert sind und das Ziel einer Lebensstandardsicherung im Alter verfolgen. 

Die Länder des angelsächsischen Raums (Vereinigtes Königreich, Irland, USA, Australien, etwas gemäßigter Kanada) oder die Niederlande haben mit dem sogenannten Beveridge-System ein System, das lediglich eine Mindestsicherung zur Bekämpfung der Altersarmut bieten soll. In diesen Ländern sind die Menschen gezwungen, zur Erhaltung ihres Lebensstandards eine Zusatzvorsorge zu treffen.

Salopp formuliert: Ein Pensionist mit einer vollständigen beruflichen Karriere (vollzeitbeschäftigt, keine Lücken in den Beitragszahlungen) kann in Österreich von seiner Pension (noch) leben, während ein Pensionist im Vereinigten Königreich in jedem Fall auf eine Zusatzvorsorge angewiesen ist.

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