ISW Linz , 08.06.04
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TAD
Die Beziehungen zwischen den USA und Europa waren in den letzten Jahren nicht immer konfliktfrei. Trotz eines Fundaments der gemeinsamen Werte offener, demokratischer Gesellschaften sind auch Unterschiede und Spannungen stärker zutage getreten.
Während in Europa der wirtschaftliche und soziale Zusammenhalt trotz aller Probleme in der praktischen Politik immer noch das Fundament des Europäischen Gesellschaftsmodells bildet, beruht das angelsächsische Gesellschaftsmodell vor allem auf individueller Verantwortung für die Wechselfälle des Lebens (Arbeitslosigkeit, Krankheit, Unfall, Alter ...).
Obwohl die Politik sehr unterschiedliche Ziele verfolgt, zeigt die amerikanische Bevölkerung in wirtschaftlichen, sozialen und Umweltfragen mehr Gemeinsamkeiten mit den Europäern als man vermuten würde.
Vor diesem Hintergrund empfiehlt der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss einen intensiveren Dialog und eine bessere Mitwirkung der Sozialpartner und der Zivilgesellschaft an den gesellschaftlichen und politischen Entscheidungen und bietet seine Mitwirkung an der Förderung des Dialogs an. Die Aktivierung der Zivilgesellschaft auf beiden Seiten des Atlantiks – die zur Bildung eines Transatlantischen und/oder eines US-amerikanischen Wirtschafts- und Sozialrats führen könnte - wäre nicht nur im langfristigen Interesse der EU und der Vereinigten Staaten, sondern auch der übrigen Welt.