ISW Linz , 11.05.04
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Pensionsreformen


Pensionsreformen bringen keine Verbesserung für Arbeitnehmer - Weltbankbericht bestätigt die Kritik der Gewerkschaften an der Privatisierung von Pensionen

Von der Weltbank mitinitiierte und mitgestaltete Pensionsreformen in 11 Ländern Lateinamerikas haben ihre zentralen Ziele in zwei Schlüsselbereichen nicht erreicht:

  1. Sie haben den Beitrag des öffentlichen Pensionssystems (erste Säule) zur Reduzierung der Armut unterschätzt. Der Abbau dieser Säule zugunsten einer obligatorischen privaten, kapitalgedeckten zweiten Säule hat daher nicht zur Reduktion der Armut beigetragen.
  2. Es ist nicht gelungen, den Anteil der Bevölkerung im Pensionssystem zu steigern - nach wie vor sind mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer in Lateinamerika von einer Sicherung im Alter ausgeschlossen.

Mittlerweile leitet die Weltbank aus diesen Erfahrungen folgende Empfehlungen ab und bestätigt damit, dass diese Reformen unerwünschte Nebenwirkungen hatten:

  1. Länder, die noch keine Privatisierung ihres Pensionssystems vorgenommen haben (Brasilien), sollen im Rahmen des Pensionssystems eine robuste (öffentliche) erste Säule aufbauen.
  2. Länder mit bereits privatisierten Systemen sollen die Pensionsfonds wirksamer regulieren, um die exorbitanten Gebühren und Administrationskosten zu reduzieren.

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