ISW Linz , 14.12.2007
URL: http://www.isw-linz.at/Mismatch.html

45 - Mismatch


Studie: Mismatch-Arbeitslosigkeit in Oberösterreich - Arbeitslosigkeit trotz offener Stellen

Mismatch-Arbeitslosigkeit bezeichnet ein Ungleichgewicht am Arbeitsmarkt. Trotz Arbeitslosigkeit können offene Stellen nicht besetzt werden. Dies ist dann der Fall, wenn z.B. arbeitslose Stellenbewerber auf Dauer andere Qualifikations-, Lohn- oder Regionalprofile aufweisen, als sie von den Unternehmen am Arbeitsmarkt nachgefragt werden.

In der vom ISW vergebenen Studie, weisen die berechneten Mismatch-Indikatoren für Oberösterreich im Vergleich zu Gesamtösterreich insgesamt ein gutes Ergebnis auf. Dennoch lassen sich Herausforderungen für die oberösterreichische Arbeitsmarktpolitik ableiten. Beispielsweise bedeutet der  regionale Mismatch von 0,1, dass rund 4.000 Arbeitssuchende den Arbeitsmarktbezirk wechseln müssten, um das regionale Ungleichgewicht auszugleichen. Weiters hat Oberösterreich seit 2004 einen steigenden Bildungsmismatch, vor allem aufgrund der offenen Stellen, die einen Lehrabschluss erfordern.

Der Strukturwandel der oberösterreichischen Wirtschaft erfordert auch laufende Anpassungen der Qualifikation der Arbeitskräfte. Bei der im Rahmen der Studie ebenfalls durchgeführten Befragung gab ein Drittel der beim AMS vorgemerkten Arbeitslosen und ein Viertel der Unternehmen, die eine offene Stelle über einen längeren Zeitraum nicht besetzen konnten, als Grund für die Ablehnung falsche oder zu geringe Qualifikation an. Das zeigt, dass mehr Mittel für aktive Arbeitsmarktpolitik erforderlich sind.

Pressekonferenzunterlage

Zusammenfassung

Studie (1.215 KB)



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