ISW Linz , 27.04.2006
URL: http://www.isw-linz.at/34_AL_ILO.html
34_AL_ILO
Arbeitslosigkeit ist ein globales Problem - Hohe Arbeitslosigkeit gefährdet auch die Demokratie
Man neigt immer dazu, das Arbeitslosigkeitsproblem nur im nationalen Rahmen oder maximal auf europäischer Ebene zu sehen und zu beurteilen. Tatsächlich handelt es sich aber um ein globales Problem, wie in „GLOBAL EMPLOYMENT TRENDS, January 2006“ der ILO aufgezeigt wird.
Nach Schätzung der ILO gibt es weltweit fast 192 Millionen Menschen ohne Arbeit. Und man geht davon aus, dass rund die Hälfte davon Jugendliche im Alter von 15 bis 24 Jahren sind. Trotz einer beachtlichen globalen Wachstumsrate von 4,3 Prozent im Jahr 2005, ist die Arbeitslosigkeit weiter gestiegen. Das heißt, Wirtschaftswachstum alleine kann das Arbeitslosenproblem nicht lösen.
Zu diesen 192 Millionen arbeitslosen Menschen kommt noch hinzu, dass etwa 1,4 Milliarden Arbeitnehmer auf der ganzen Welt als „Working Poor“ gelten. Das ist rund die Hälfte der arbeitenden Menschen weltweit. Bürger erwarten von einer Demokratie auch Wohlstand und eine einigermaßen gerechte Verteilung des Wohlstands. Wenn diese Erwartungen oftmals nicht einmal ansatzweise erfüllt werden, werden demokratische Strukturen als Ganzes in Frage gestellt und öffnen die Tür für Populisten und Demagogen.
Von der ILO wird in fünf Punkten zusammengefasst, wo anzusetzen ist, um dem globalen Problem Arbeitslosigkeit wirksam zu begegnen.
Ansätze zur Lösung der globalen Beschäftigungskrise (ILO-Generaldirektor Juan Somavia) >>
„GLOBAL EMPLOYMENT TRENDS, January 2006“ >>