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WISO-Dokument Nr. 51: "Der Armut ein Gesicht geben – Lebenslagen von armutsgefährdeten Menschen"
Die Armuts- und Ungleichheitsforschung zielt in erster Linie auf die materielle Lage der Individuen, Familien und Haushalte ab. Der Lebenslagenansatz geht darüber hinaus und bezieht sowohl objektive als auch subjektive Lebensbedingungen mit ein. Es geht dabei um einen Blick hinter Zahlen und Statistiken und um aufzuzeigen, wie die Betroffenen ihr Leben bewältigen. Im Rahmen eines Kooperationsprojektes zwischen der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Oberösterreich und dem Institut für Gesellschafts- und Sozialpolitik der Universität Linz unter der Leitung von Ass.-Professorin Dr. Christine Stelzer-Orthofer haben sechs Diplomandinnen die Lebenssituation von jugendlichen Schulabbrechern, Alleinerzieherinnen, Mehrkindfamilien, Menschen mit Behinderung am Arbeitsmarkt und von psychisch und chronisch Kranken mittels Lebenslagenansatz untersucht. Im Zentrum der Befragung standen die Bereiche Gesundheit, Wohnen, Familie und Arbeit. Ein zentrales Ergebnis über alle Gruppen hinweg war der Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben. Der Zugang zum Arbeitsmarkt ist für so gut wie alle eine Grundvoraussetzung dafür. Trotz des hohen Stellenwerts „Arbeit zu haben“ werden von den Menschen mit Beeinträchtigungen besonders die Vorurteile bei der Arbeitssuche und im Arbeitsleben als besonders belastend empfunden. Die Ergebnisse zeigen sehr deutlich, wie wichtig es gerade in einer „Hochleistungsgesellschaft“ ist, den jeweiligen Lebenssituationen angepasste Arbeitsplätze mit einem ausreichenden Einkommen und den notwendigen Rahmenbedingungen wie ausreichende Kinderbetreuung, öffentliche Verkehrsmittel und Zugang zu Aus- und Weiterbildung zu schaffen. Eine Zusammenfassung der einzelnen Diplomarbeiten wurde in der ISW-Publikationsreihe WISO-Dokumente, Nr. 51 veröffentlicht: Langfassungen der Diplomarbeiten:
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