Andranik Tangian – Hans-Böckler-Stiftung – zeigt auf, dass
mit der Flexibilisierung der Beschäftigungsverhältnisse auch deren Prekarität
steigt. Außerdem wird gezeigt, dass Flexibilität die stärkste negative Wirkung
auf Beschäftigungsfähigkeit hat. Flexicurity-Arbeitsmarktpolitik, wie sie die
Europäische Kommission vorschlägt, kann demnach nicht konsistent implementiert
werden. Um Flexicurity richtig zu implementieren, werden einige alternative
Maßnahmen vorgeschlagen, in erster Linie eine so genannte
Flex-Versicherung (Flexinsurance), eine Art progressive
Flexibilisierungssteuer, bei der der Beitrag des Arbeitgebers zu den sozialen
Kassen proportional zur Flexibilität/Prekarität des Arbeitvertrags sein soll.
Dies würde das Risiko nachfolgender Arbeitslosigkeit kompensieren und normale
Arbeitsverhältnisse begünstigen, ohne aber die Arbeitsmarktflexibilisierung
administrativ zu beschränken.
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Thomas Staudinger – Internationales Institut für empirische
Sozialforschung – stellte aufbauend auf eine Studie von Inifes die Frage: Was
ist gute Arbeit aus der Sicht der Arbeitnehmer/-innen? Zu den wichtigsten
Ressourcen die zu guter Arbeit beitragen gehören u.a. ein festes verlässliches
Einkommen und ein unbefristeter Arbeitsvertrag. Arbeit soll weiters die
Möglichkeit zur Kreativität bieten und als sinnvoll empfunden werden, und es
soll ein gutes soziales Umfeld (Kollegen/-innen, Führungskräfte, etc) vorhanden
sein. Zu den größten Fehlbeanspruchungen bzw. Belastungen zählen v.a.
Arbeitsplatzunsicherheit, einseitige/körperlich schwere Arbeit, Komplexität,
Über-/Unterforderung, hohe Arbeitsintensität und emotionale Anforderungen. Je
nach Ressourcenpotenzial bzw. Belastungsfaktoren wurden fünf Typen von Arbeit
definiert.
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WISO-Artikel
Christian Felber – Freier Publizist, Mitbegründer von ATTAC
Österreich – stellte die negativen Auswirkungen der Standortkonkurrenz dar. Die
Steuerkonkurrenz führt zu immer niedrigeren Unternehmens- und Vermögenssteuern.
Auch sämtliche Komponenten des Arbeitslebens wie Löhne, Sozialleistungen,
Urlaub, Kündigungsschutz etc. geraten unter Druck. Während es auf der einen
Seite zu Rekordgewinnen kommt, bleiben auf der anderen Seite viele Menschen auf
der Strecke. Eine von mehreren Alternativen zur Standortkonkurrenz wäre die
Schaffung gleicher Sozial-, Umwelt-, Arbeits- und Steuerstandards innerhalb der
EU. Schließlich: Einander zu konkurrieren macht keinen Sinn, Kooperation ist das
bewährte Ziel der Evolution.
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