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Auch amerikanische Unternehmen beginnen sich gegen den Druck von Analysten und Pensionsfonds zu wehren

Laut einer Befragung zweier amerikanischer Universitäten von Finanzvorständen börsenorientierter Unternehmen in den USA, üben institutionelle Anleger und Analysten den größten Einfluss auf den Börsenwert der Unternehmen aus und bestimmen damit auch stark das unternehmerische Handeln. Um deren kurzfristige Erwartungen zu erfüllen, gefährden Manager auch wissentlich die Zukunft des Unternehmens, indem sie etwa bereit sind, Forschungs- und Entwicklungsausgaben zu kürzen. Denn erfüllen die Quartalszahlen nicht die Erwartungen, so geraten die Werte der Aktien und mit ihnen die Firmenchefs unter Druck.

Viele – und auch namhafte – Konzernzentralen wehren sich zunehmend gegen dieses kurzfristige Denken, der durch den Druck von institutionellen Anlegern und Analysten ausgeht. Sie sind nicht mehr bereit Quartalszahlen zu veröffentlichen. So sank im Jahr 2005 in den USA der Anteil der börsenorientierten Unternehmen, die Quartalszahlen bekannt geben von 71 % auf 66 %. Zusätzlich sind Unternehmen, die keine Quartalszahlen bekannt geben, eher bereit, mehr Daten über ihre langfristige Entwicklung herauszugeben, was eine bessere Einschätzung des Unternehmens ermöglicht.

(Julius Braun) 

Nähere Informationen dazu finden auf der Website der „Hans-Böckler-Stiftung“: 

Böckler Impuls 11/2006: Vom Kapitalmarkt getrieben (html)  >> 

Böckler Impuls 11/2006: Vom Kapitalmarkt getrieben (pdf)  >>



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Letzte Aktualisierung am 17.10.2007