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Der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA) zur EU-Dienstleistungsrichtlinie: Der Entwurf der Kommission bedarf einer umfassenden Überarbeitung
Am 10. Februar 2005 verabschiedete der EWSA seine Stellungnahme zum Entwurf einer
EU-Dienstleistungsrichtlinie und übte damit scharfe Kritik am
Kommissionsentwurf: Die Sozialpartner, Konsumentenschützer und andere Vertreter
der Zivilgesellschaft sprechen sich darin gemeinsam gegen eine generelle
Anwendung des Herkunftslandprinzips auf alle Dienstleistungen aus. Die
Begründung: Der daraus resultierende Systemwettbewerb würde eine Nivellierung
von Verbraucher-, Arbeitnehmer- und Umweltstandards bewirken. Außerdem
würden in jedem Mitgliedstaat 25 verschiedene Rechtsordnungen gelten, was –
entgegen den Bestrebungen zur Vereinfachung der Binnenmarktregelungen – zu
äußerst komplexen Bedingungen führen würde.
Anstelle der generellen Einführung des Herkunftslandprinzips forderte der
Ausschuss daher einen nach Sektoren differenzierten Ansatz mit dem Vorrang auf
Harmonisierung von Arbeitnehmer-, Verbraucher- und Umweltstandards auf hohem
Niveau.
(Judith
Vorbach)
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